Biosphere 2

 

Von Tucson kommend geht es nun über die I 10 West und den Hwy 77/79 weiter, bis wir unser nächstes Ziel erreichen–Biosphere 2. Hier wurden riesige künstlicheEingang Biotope errichtet, mit dem Ziel, einen in sich geschlossenen biologischen Kreislauf, der ohne äußere Einflüsse zwei Jahre funktionsfähig sein sollte, und in dem einige Forscher über diesen Zeitraum unter zivilisierten Bedingungen leben sollten, zu schaffen. Das Projekt, dessen Ziel es war, neue ökologische Optionen zu schaffen, scheiterte aus verschiedenen Gründen.

Auf den ersten Blick ist besonders die landschaftliche Lage zwischen mit Saguaros bewachsenen Bergen beeindruckend. Gepflegtes Grün harmoniert im Anlagekomplex mit der teils doch recht spacig anmutenden Architektur. Besonders eindrucksvoll sind die unmittelbaren Gänge durch die Glashäuser mit den einzelnen Vegetationsformen und der entsprechenden Pflanzenvielfalt. Auch die künstlich erschaffene Meereswelt Biosphere 2 in der Wüste(man bedenke, inmitten einer Wüste) sollte man sich nicht entgehen lassen, sie verblüfft allein durch ihre Größe. Dass allerdings hier ein zusammenhängendes funktionsfähiges Ökosystem gebildet werden sollte, erscheint mir zumindest anmaßend und unrealistisch. Gigantomanie ist eigentlich das Einzige, was dieses Experiment für mich umfassend charakterisiert. Ein Gewitter kündigt sich drohend an und wir ergreifen die Flucht vor dem schwarzen Himmel auf Hwy 79 bzw. 60 bis Apache Junction, wo wir uns auf dem KOA für 22 $ einmieten. Abends beobachten wir dann den Anzug einer Art Sandsturm.

 

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