Sedona, Tuzigoot National Monument, Jerome
Sedona überrascht uns bei unserer Ankunft am 18.06.2001 völlig. Auf einmal erheben sich ringsum herrliche rote Gesteinsformationen. Üppige Vegetation und nicht zu große Hitze - die touristisch voll erschlossene, aber nicht überlaufene Stadt bezaubert Wir bewundern auf dem Weg große türkisfarbene Eidechsen und bummeln zurück. Wir
kochen uns was Leckeres, genießen die warme Sommernacht, beobachten zahlreiche Bats und beschließen, hier im zauberhaften Sedona ein we Am nächsten Morgen stehen wir zeitig auf
und fahren dann eine malerische Straße entlang der Red Rocks von Sedona und genießen den herrlichen Blick. Danach wird eingekauft und dann eilen wir auf Hwy 89 A zum Tuzigoot NM. Das Wetter ist heute Klasse, nicht zu heiß und doch wunderbar sonnig. Tuzigoot ist ein Pueblodorf der Sinagua Indianer, die das Verde Valley (das “Grüne Tal”, eine 3000 qkm große Hochfläche) ab ungefähr 1125 bis zum frühen 14. Jahrhundert bewohnt und dann aus unbekannten Gründen verlassen
haben. Wir besichtigen das Museum, in dem diverse Gebrauchs- und Kunstgegenstände zu bewundern sind, und klettern im Pueblo herum. Auch hier kann man sich problemlos vorstellen, dass die Indianer es hier gut aushalten konnten, natürlich ist es viel komfortabler als im Cliff Dwelling Tonto NM. Die einzelnen Räume erreicht man über Leitern, die Siedler haben sich hier überwiegend vom Ackerbau und der Jagd ernährt. Die Körper verstorbener Kleinkinder wurden als Schutzgeister in den
Wänden eingearbeitet, so erfahren wir. Da hier viele große fliegende Ameisen, die sich sofort auf uns stürzen, anzutreffen sind, machen wir uns bald wieder auf den Weg. Unterwegs treffen wir unsere Campgroundnachbarn, die uns empfehlen, uns den nächsten Ort, Jerome, anzusehen. Die paar Meilen fahren wir anschließend auch und erreichen Jerome. Das ist eine lukrative Künstler- und Touristengegend, unmittelbar am Berg gebaut und vom ehemaligen Kupferabbau geprägt. Da sie aber nicht in solch wundervolle Red Rocks wie Sedona eingebettet ist, hat die Stadt auch nicht deren unwiderstehlichen Charme, finden wir. Hier sind viele amerikanische Touristen unterwegs und es gibt jede Menge zu sehen und wenn man wollte, könnte man hier herrlich shoppen. Darauf haben wir aber keine Lust und fahren wieder zurück. Am Airport von Sedona, einem Aussichtspunkt, der uns von der Campgroun Wir fahren wieder zum Campground und wandern durch den Oak Creek. Es regnet leicht und die Erde duftet wundervoll. Wir sehen
viele Vögel und auch erstmals bewusst den scharlachroten Kardinal und eine kleine Schlange, von der Robert sehr beeindruckt ist. Dann kehren wir zurück. Unser Resümee zum Abschluss ist: Sedona Robert spielt noch mit dem Nachbarjungen, sie kennen keine Sprachbarriere und sammeln begeistert Raupen, mit denen sie spielen. Dabei unterhalten sie sich, jeder in seiner Sprache, scheinen sich aber trotzdem prima zu verstehen. Wir sitzen noch lange im herrlichen Schatten der Bäume und genießen den warmen Sommerabend. Sedona ist schön, diese Feststellung treffen wir immer wieder. Wie wär’s mit einem Zweitwohnsitz hier?
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