Tonto National Monument

 

Um 7.30 Uhr starten wir von Apache Junction. Auf dem Hwy 88 machen wir uns auf den Weg in Richtung Theodore Roosevelt Stausee. Unser Tagesziel ist Sedona, südlich von Flagstaff gelegen.
Unterwegs wird immer wieder “Tonto NM” angekündigt, was uns sehr neugierig macht, denn hierunter können wir uns rein gar nichts vorstellen, außer, dass ein ATonto-Cliffdwellingpachenstamm diese Bezeichnung hatte. Bis zur Hälfte der gigantischen Strecke–Apachenland wie aus dem Karl-May-Roman, im Canyon grünblaue Seen, Saguaros, diverse andere Kakteen, nie gesehene Büsche, Yuccas, sonderbare Pflanzen mit drei bis vier Meter hohen sattgelben doldenartigen Blüten, Berge, Höhlen und dieser unglaublich blaue Himmel–fahren wir auf Asphalt aber dann beginnt die “unpaved road”. Im Klartext heißt das, dass wir unglaublich durchgeschüttelt werden. Erst gegen Mittag erreichen wir den Roosevelt Stausee mit einer schönen großen Brücke. Die Fische, die wir von dort oben in dem glasklaren Wasser unten entdecken können, müssen gigantische Ausmaße haben, so groß sind sie sogar aus dieser Höhe zu sehen.

Jetzt fahren wir aber zuerst einmal zum Tonto NM. Wir können hier ein ca. 700 Jahre altes restauriertes Cliff Dwelling besichtigen. Es ist rein gar nichts los, wir sind die einzigen Besucher, die sich nach kurzer Ausstellungsbesichtigung an den Aufstieg machen. Es geht ganz schön lange steil nach oben, vor allem, wenn man dabei bei sengender Hitze auch noch sein Kind schleppt–aber das Ergebnis lohnt sich jedenfalls. Oben ist es herrlich schattig und luftig, ein gigantischer Ausblick auf den Stausee und die umgebende Landschaft belohnt die Mühe. Alles kann man ansehen, anfassen, alle Räume betreten. Sieht man von den Strapazen des Einstiegs, der Wasser- und der Nahrungsmittelsuche mal ab, kann man sich direkt vorstellen, dass hier jemand gelebt haben kann.

Weiter fahren wir nach dem Abstieg über den Roosevelt-Damm auf Hwy 188/260 bis zur I 17 in Richtung Sedona.

 

zurück