The Wave und Antelope Canyon

 

Am 16.07.2000 fahren wir über die Smoky-Mountin-Road (2-wheeldrive with high clearence)) erneut nach Arizona, um am nächsten Morgen the Wave zu erleben. Wir übernachten günstig in Page, nicht bevor wir die Rangerstation aufgesucht haben, uns mit unseren Permits für den Folgetag vorgestellt haben und uns den Fußmarsch haben detailliert und anhand von einigen Fotos erläutern lassen. Das Permit haben wir übrigens ein halbes Jahr vorher bereits über Internet gebucht, ohne diese Maßnahme ist ein Zugang aussichtslos, denn täglich dürfen nur 10 Personen täglich in das Gebiet und das Interesse ist groß.

Pünklich um 4.30 Uhr werden wir auf Wunsch geweckt und eine Stunde später machen wir uns am Parkplatz startklar für ”The Wave”, die wellenartige rotorangene Gesteinsformation, die uns bereits seit drei Jahren, bisher aber nur aufgrund von Fotos begeistern konnte. Ab geht`s zunächst den Wire Pass Trailhead entlang, dann ein Stück durch den ausgetrockneten Wire Wash und schließlich durch Sanddünen und über Gesteinsformationen immer weiter und weiter nach der BeschreibunWavestrukturg des Vortages. Wir driften zuerst ein wenig zu weit nach links ins Tal ab und müssen mühsam wieder hochkraxeln, dann aber finden wir ohne allzu große Probleme den Eingang zur Wave. Unterwegs fällt auf, dass allmählich die Streifenstruktur der orangenen Felsen stärker wird. Die Wave schließlich ist der Höhepunkt, keine Frage, aber selbst wenn man sie nicht gefunden hätte, wäre die Wanderung durchaus lohnenswert gewesen und Gesteinsformationen mit der Struktur und Farbe der Wave gibt es ringsherum genügend zu bewundern. Und diese stehen in wundervollem Kontrast zum unglaublich blauen Himmel.

Wir sitzen lange da und staunen und filmen und fotografieren und staunen weiter.... Für Robert ist das Klettern an den stark strukturierten Steinen auch ein Erlebnis. Für ihn sind es ”Steine mit Bändern”, ½ Jahr später nennt er ”The Wave” nur noch den ”Streifenberg”. Erstaunlich ist, dass wir unterwegs einige Tümpel mit kleinen Krebsen und Kaulquappen sehen, unglaublich in dieser Hitze und Wüste! Die Tiere stehen im Wettlauf mit der Sonne, können sie ihre Entwicklung abschließen, bevor das Wasser verdunstet ist? Und danach? Wo in aller Welt sollen hier in den heißen Steinen Amphibien überleben? Aber offensichlich funktioniert es ja.

Ein Rehkadaver in einem ausgetrockneten Wash auf dem Hinweg ist beim Rückweg, also 4 ½ Stunden später, fast völlig verschwunden, nur noch ein angenagter Schlegel ist übrig. Das gibt zu denken, die Wüste lebt, auch wenn kein Tier weit und breit zu sehen ist. Der Rückweg, für den wir übrigens nur 1 ¾, also fast eine Stunde weniger als für den Hinweg benötigen, hat es in sich. Es wird unglaublich heiß, wir wählen einen kürzeren aber auch anspruchsvolleren Weg und müssen einen ganz steilen Berg hinabklettern. Zum Glück hat eine Frau, die dort alleine herumstreift, Seile befestigt, die wir beim Abstieg benutzen können. Außer dieser Person begegnet uns kein Mensch. Am Ende bin ich fix und fertig bei der Ankunft im Auto, Robert ebenso. Rainer dagegen ist fit, mein erster Kommentar lautet ”nie wieder”, das relativiert sich aber schnell nach einer kurzen Erholungspause. Auf jeden Fall würde ich die Tour aber niemandem empfehlen, der sein Kind dabei tragen muss und vim Antelopecanyonor allem sollte man geruhsam vorgehen und am besten noch früher starten.

Wir fahren nun über Page zum Upper Antelope Canyon, wo wir für die Besichtigung stolze 30 $ an die Navajo Nation berappen müssen. Das ist nun aber Erholung pur, wir werden in Geländewagen vorgefahren, ausgeladen und nach einer Stunde wieder abgeholt. Die Canyons selbst sind große Klasse und sehen auch wirklich so schön aus, wie auf man sie auf Bildern immer wieder sieht. Allerdings, und das sieht man auf diesen Bildern natürlich nicht, tummeln sich hier Schwärme von Touristen aus aller Welt, eine richtige Armada von ”Cruise Amerika Fahrzeugen” ist angerollt.

Auf jeden Fall wird dieser Tag ein unvergessliches Erlebnis für uns bleiben.

 

zurück