Alpine Loop

Nach unserer Fahrt mit der historischen Eisenbahn von Durango nach Silverton nehmen wir die Alpine Loop in Angriff. Dazu fahren wir auf dem Hwy 110, der ab Arrastra Gulch für 2-Wheel-Fahrzeuge nicht mehr zugelassen ist. Weiter geht’s zunächst recht einfach entlang dem Animas River bis Howardsville. Hier beginnt dAuf dem Weg zum Passie eigentliche Alpine Loop. Es geht vorbei an den Ruinen von Middleton, Eureka (das mehr verspricht, als man schließlich zu sehen bekommt), bis zur Ghosttown Animas Fork. Dort ist es richtig stark, eine echte “Bilderbuchgeisterstadt” kann bestaunt werden. Der Ort war relativ groß. Was mögen sich in diesen Bruchbuden für Schicksale abgespielt haben? Langsam kühlt es sich auch ab, die ersten Schneefelder sind schon in Sicht. Wir sehen zahlreiche Minenüberbleibsel und bewundern die außergewöhnliche tundraartige Vegetation mit ihrer Blütenpracht. Ganze Teppiche bunter Frühsommerblumen bezaubern auf dem an sich so tristen braunen Boden. Wir begegnen einigen wenigen Autos. Nach und nach nimmt der Schnee aber zu und schließlich türmen sich beidseits des Trails 4 Meter hohe Schneewände auf. Nach zwei sehr engen Kurven (Schnee versperrt den Weg, es ist unglaublich eng und geht steil nach unten), stoßen wir auf eine Stelle, an der uns ein tiefes Wasserloch angähnt. Und obwohl ich eigentlich bis zum Engineer Pass durchhalten wollte,Schnee auf dem Pass bin ich doch froh, dass Rainer das Fahren nun wieder übernimmt. Überrascht werden wir beim Wechseln von heftigen eisigen Windböen, von denen wir im Auto gar nichts mitbekommen haben, die uns fast umwerfen. Schließlich geht es dann wieder bergab, herrliche Täler, ein Wasserfall, mehr und weniger gut erhaltene Reste ehemaliger Bergbauminen, Squirls und ein paar andere Autos – und schon erreichen wir Lake City. Das ist ein kleiner netter Ort, der zwar dem Tourismus Tribut gezollt hat, aber doch seinen eigenen Alltagsflair bewahrt hat. Wir besuchen das Visitor Center, mieten uns im Silver Spur Motel für 53 $ ein, begeben uns auf einen kurzen Rundgang durch den Ort und beschließen diesen mit einem prima Steakessen im Black Bear Steak House (sehr zu empfehlen).

 

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