Black Canyon of the Gunnison
National Monument (NM)

Bereits kurz nach 6.00 Uhr starten wir in Leadville und machen uns auf den Weg zum Black Canyon. Zunächst fahren wir von Leadville bis Buena Vista auf dem Hwy 24 durch eine teils recht öde Gegend und stellen immer wieder fest, dass die Menschen hier doch unter recht ärmlichen Verhältnissen leben.

Trotz der Ödnis ist es landschaftlich reizvoll, imposant grenzen die Rockys im Hintergrund
 die Weite ein. Der Bergbau hat die Gegend hier nachhaltig geprägt. Um Buena Vista wird es wieder gebirgiger und schöner.Grand View












Wir fahren nun über den Cottonwoodpass (oben liegt zu Roberts großer Begeisterung sogar noch Schnee) nach Gunnison. Auch diese Strecke ist wieder landschaftlich sehr reizvoll. Hochgebirgige Bergmassive und die entsprechende Vegetation, gigantische Views und schönes Wetter versetzen uns in beste Urlaubslaune.

Schließlich erreichen wir Gunnison, eine kleine Stadt, die Leadville zwar auf den ersten Blick ähnelt, aber bei weitem nicht so runtergekommen ist. Hier ist bereits zu spüren, dass der Tourismus die notwendigen Mittel einbringt. Nach einem kurzen Stop geht es weiter zum Black Canyon. Durch eine trostlose Landschaft mit Bergen, die von Wacholdersteppe bedeckt sind, fahren wir zunächst bis Sapinero. Wir erreichen den Gunnnisonstausee, der durch besondere Schönheit besticht. In der ganzen Gegend ist nicht viel los. Direkt am Black Canyon begegnen uns zwar ein paar vereinzelte amerikanische Touristen, insgesamt aber ist es sehr einsam und still. Wir entscheiden uns für die Strecke zum Northrim über Crawford. Hier lässt sich schon erahnen, womit der Black Canyon schließlich aufwarten wird. Unterwegs gibt es zahlreiche Scenic-Overlook-Points, die uns ebenso wie die imposante Vegetation mit der üppigen Blumenpracht begeistern. Gegen 13.00 Uhr, inzwischen ist es
30° C heiß geworden, erreichen wir den Black Canyon. Nach einem kurzen Picknick im Schatten, bewegen wir uns an den Canyonrand. Unbedarft suche ich mir für den erBlick in den Black Canyonsten Blick in die Tiefe eine Stelle, die nicht mit einem Gitter geschützt ist. Mir wird bei dem Anblick richtig schlecht vor Höhenangst, die ich eigentlich doch gar nicht habe, so tief geht es da bergab. Die Canyonwände liegen sich in einmaliger unbeschreiblicher Enge gegenüber (nur ca. 400 m) und dazu geht es bis zu ca. 700 m steil bergab. Unten in der Tiefe, kaum sichtbar im Schatten der Felswände, donnert ein Fluss entlang, den man oben nur partiell entdecken kann. Weit unter uns fliegen die Schwalben in der schwarzen Schlucht, die als unüberwindbar gilt. Alle weiteren Blicke in die Tiefe erfolgen nicht, ohne dass ich mich an den vorgesehenen Viewpoints dankbar an die vorhandenen Sicherheitsgeländer anklammere. Und trotzdem – die unbeschreibliche Enge und bedrohliche Tiefe, die sich wie wir später leider feststellen müssen weder mit dem Fotoapparat noch mit der Videokamera bannen lassen – vermitteln mir stets das Gefühl, dass die Kamera gleich runterfallen wird. Ansatzweise wird mir schwindlig und Rainer geht es ebenso. Robert hält widerspruchslos ununterbrochen meine Hand und stellt stets aufs Neue fest, dass es hier "gefährlich" ist und "tief runter" geht. Wir fahren schließlich schwer beeindruckt weiter auf dem Hwy 92 über Delta nach Montrose, wo wir im Walmart kräftig zuschlagen. In San Juan mieten wir uns schließlich für 66 $ im Motel ein.

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