Bachelor Loop

Von Lake City aus fahren wir auf dem landschaftlich sehr reizvollen Hwy 149 nach Creede. Die Landschaft ist hier wieder geprägt von eindrucksvollen Gebirgsmassiven der Rocky Mountains und es bieten sich herrliche Ausblicke aus den Hochlagen, so z.B. vom Slumgullion-Pass mit auf der Loopentsprechender tundraartiger Vegetation – und das so weit das Auge reicht. Unterwegs fällt uns ein Schild auf, auf dem angedroht wird, dass das Wildern eines Elches hier mit einer Strafe von 1270 $ geahndet werde. Sonst gibt es von der Fahrt nicht besonderes mehr zu berichten, es ist hier einfach nichts los, selten begegnet uns in dieser Abgeschiedenheit mal ein Auto.

Vor Creede stoßen wir erstmals auf den Rio Grande, der hier allerdings noch nicht besonders groß ist. Schließlich erreichen wir die Siberminenstadt Creede, die übrigens ein fades Nest ist und an sich nichts zu bieten hat, und biegen gleich hinter dem Ortseingang auf die Bachelor Loop ein. Diese ist eigentlich gut zu fahren, landschaftlich so, wie die Rocky Mountains sich eben überall hier zeigen. Besonders fallen uns Maultierhirsche, Biberdämme und wahre Meere von herrlichen Frühblühern in allen Farben auf, an denen wir vorbeifahren. Irgendwann kommen wir vom Weg ab und müssen dann eine recht schwierige Offroadtour bewältigen. Dabei geht es zunächst sehr uneben über eine an sich gesperrte Strecke, dann durchs WaCreedeminesser und schließlich steil bergauf. An diesem Berg scheitern wir schließlich auch angesichts fehlender Motorkraft und des Untergrundes, der aus Geröll besteht. Also fahren wir zurück und stellen fest, dass wir uns gar nicht mehr auf der Bachelor Loop befunden, sondern einen Abstecher in unwegsameres Gelände unternommen haben. Wir bleiben nun auf der offiziellen Route. Unterwegs entdecken wir wieder diverse Minenreste. Robert schläft ein wenig und wir pausieren schließlich an einem idyllischen Flusstal. Hier wandern wir ein kleines Stück an einen von Bibern aufgestauten Teich. Das Wasser ist so klar, dass wir die Fische deutlich beobachten können. Zum Schluss treffen wir, kurz bevor wir in Creede wieder in den Ort kommen, auf einen besonderen Leckerbissen, die gigantischen Überreste der Mine von Creede. Überwältigend hohe Stützmauern und Gebäude – einfach das Größte und Gigantischste einer Mine, was wir auf der Fahrt bisher gesehen haben und auch sehen werden, beeindruckt uns hier nachhaltig.

 

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