MeadeUnterwegs auf Hwy 283 bzw. 54 legen wir einen Zwischenstop in Meade ein. Dort, übrigens in einer echten Stadt des Westens, wie man sie sich so vorstellt, besichtigen wir zunächst das Historical Museum, das vor allem mit Szenen, nachempfunden aus dem Alltag des Ortes von Ende des 19. bis Mitte des 20. Jahrhunderts, aufwartet. Diese sind witzig arrangiert und bei den Exponaten dürfte es sich wohl in erster Linie um zur Verfügung
gestelltes Eigentum der Einwohner von Meade handeln. Ebenfalls in Meade ist das Dalton-Gang-Hideout-Museum zu besichtigen. Dort kann man sehen, wie das Versteck der Gang mit dem Haus der Schwester durch einen Tunnel verbunden war. Sehr gut erhalten bzw. nachvollzogen sind die Räumlichkeiten mit entsprechender Ausstattung. Im oberen Bereich hat die Ausstellung einen muffig und zugleich spek takulär makaberen Charakter. Zahlreiche Fotos von Toten in verschiedensten Todespositionen, eine umfangreiche Stacheldrahtsammlung (die uns zunächst beeindruckt, von
späteren Sammlungen aber zahlenmäßig noch weit übertroffen wird....), diverse Präparate, darunter natürlich auch der obligatorische Eagle und einige Abnormitäten (Schweinskuh, doppelköpfiges Kalb) sind zu sehen. Im Laufe der Zeit werden wir feststellen, dass diese Form der Ausstellungsgestaltung gerade von Heimatmuseen in den USA ganz normal ist. Gerade die Darbietung von
Aufnahmen der in der unmittelbaren Umgebung aufgefundenen Erschossenen und der längsten gefangenen Fische wie auch von Abnormitäten –in Europa undenkbar, weil so geschmacklos–erfreut sich in den Staaten größter Popularität. Auf jeden Fall sind die Museen in Meade durchaus eindrucksvoll, beide können wir nur empfehlen. |