| Carlsbad Caverns NP, Ausflug der Bats, Abstieg in die CavernsAm 13.06.200 gegen 13.00 Uhr fahren wir kurz vor Hobbs über die Grenze von Texas nach New Mexico. Endlose, teils auch sehr trostlose Landschaften und über 30° C erwarten uns dort. Alles hat halbwüstenartigen Charakter und auf unglaublich weite Entfernungen ist nicht die Spur einer Siedlung zu entdecken, nur vereinzelte Fabrikanlagen. Gegen 14.30 Uhr erreichen wir Carlsbad, jede Menge Motels, Restaurationen usw. gibt es hier. Wir fahren jedoch gleich weiter nach Whites City und mi eten uns auf dem RV-Campground ein. Für knapp 23 $ ist es hier ausgesprochen
gewöhnlich, allerdings befinden wir uns so direkt am Eingang zum NP. Wir bummeln noch ein wenig in dem langweiligen Nest herum und sehen dann den NP an. Der Park ist von der Hitze gekennzeichnet, das erste Mal auf unserer Reise sehen wir so viele Kakteen, die uns sehr beeindrucken. Einige von ihnen tragen noch große lilafarbene Blüten, die Hauptblütezeit ist jedoch leider schon vorbei. Vom Visitor Center aus ergibt sich weite Sicht auf die
endlose Halbwüste, its great. Allerdings ist es inzwischen unglaublich heiß geworden und zudem haben sich sehr viele Touristen eingefunden. Wir besuchen eine ehemalige indianische Wohnstatt, eine Höhle im Fels an einer Wasserstelle, die sich aber nur erahnen lässt. Wie kann man hier nur überleben? Abends machen wir uns auf den Weg zum legendären Ausflug der Bats. Wir suchen uns einen guten Platz im jetzt noch sehr leeren Amphitheater vor dem gigantischen Ausflugloch. Eine Stunde später
ist es hier richtig voll, massenweise haben sich Touristen eingefunden, um den sagenhaften Ausflug mit eigenen Augen sehen zu können. 20.30 Uhr fliegen die Bats dann aus. Das ist sehr beeindruckend, immerhin sollen es ca. 250.000 Tiere sein, die hier jeden Abend auf ein geheimnisvolles Signal hin auf einmal spiralförmig ausschwärmen. Das irgendwie nach unsichtbaren Regeln
verlaufende Schauspiel ist faszinierend und jeder, der Carlsbad besucht, sollte sich diesen Höhepunkt nicht entgehen lassen. Wie ein riesiger Bienenschwarm verlieren sich die Tiere dann schließlich in der Ferne. Dabei ist Geruch von Guano deutlich zu spüren, er wird im Laufe des Ausflugs immer intensiver. Zusammenfassend stellen wir fest, dass für uns der Ausflug der Bats das Highlight von Carlsbad bleibt. Nach einer sehr stürmischen Nacht, die Campgroundnachbarn meinen, einen solchen
Sturm hätten sie seit 10 Jahren nicht mehr erlebt, stehen wir früh auf und steigen gleich mit Öffnung des Parks um 8.30 Uhr in die natürliche Öffnung der Höhle ein (wobei wir mal erneut feststellen, dass wir wieder die Zeitverschiebung übersehen haben, hier gilt die Mountain Time). Robert sitzt in der Kindertrage, ohne Carier darf man die Höhle mit kleinen Kindern gar nicht besuchen. Und das ist auch richtig so.
Der Weg dauert nämlich ca. 1 ½ Stunden, er ist zwar gut ausgebaut, aber doch dunkel und steil. Die Caverns sind große Klasse, wir sind zwar keine großen Höhlenfreaks, aber es ist schon gigantisch und sehr zu empfehlen. |