Roswell und die
“Suche nach der Absturzstelle des Ufos”

Über den Hwy 285 vom Carlsbad Caverns NP kommend, geht es am 14.06.2000 weiter nach Roswell, dem Ort, in dessen Nähe 1947 der mysteriöse Ufoabsturz stattgefunden haben soll. Roswell ist eine “echte” Stadt, die sich ganz offensichtlich bemüht, nicht mit dem Ufo-Thema identifiziert zu werden. Das ist gut gelungen – wer hätte das gedacht. Es gibt zwar ein Ufo-Museum, entsprechenUFO-Museum in Roswellde Shops usw., alles in allem jedoch hätten wir hier weit mehr spacige Publicity erwartet. Das Ufo-Museum ist witzig, der Eintritt frei, viel Schnickschnack und auch viel Interessantes ist zu sehen. Der ehemalige Presseoffizier, der 1947 dort stationierten Luftwaffeneinheit, also Augenzeuge, ist hier persönlich als Führer tätig.

Dann wollen wir Richtung Absturzstelle des Ufos weiterfahren (also Richtung Capitan Mountains). Nun, das muss man schon sagen, die Außerirdischen haben sich wirklich die größte Ödnis für ihren Absturz ausgesucht, die man sich vorstellen kann. Auf 100 km Strecke durch unbeschreiblich triste und unwirtliche Gegend begegnet uns ein einziges Auto. Ein paar Rinder flüchten ebenso wie einige Rehe panisch vor unserem RV. Oft bekommen die hier wohl nicht gerade eine lebende Seele zu sehen. Weit oben kreisen auch ein paar Geier, offensichtlich schon ein Opfer im Visir. Die Landschaft, zunächst so trostlos, sieht man von einigen wenigen imposant violett blühenden Kakteenbüschen ab, verändert sich, je näher wir den Capitan Mountains kommen. Es wird fruchtbarer und schöner – eine willkommene Abwechslung. In den Capitan Mountains übernachten wir schließlich auf dem herrlichen Campground Alto Hombre Gordito – sehr zu empfehlen.

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