| Anadarko
Über Hwy 81, 152 gelangen wir nach Anadarko, der sogenannten “Indian City U.S.A.”. Anadarko ist keine aufregende Stadt, nichts besonderes. Allerdings ist die Gegend, in der sie liegt, in der Tat wundervoll. Tiefrote Erde, Hügel in sattem Grün, klare Bäche und herrliche kleinere Waldabschnitte. Zuerst
wollen wir das Southern Plains Indian Museum besuchen. Das architektonisch auffallende schöne Gebäude ist leicht auszumachen. Von den Exponaten sind wir allerdings sehr enttäuscht. Abgesehen von einem recht kleinen Raum, in dem sich ausgesprochen gute Ausstellungsstücke befinden, sind zahlreiche Werke eines indianischen Künstlerpaares zu sehen und natürlich das Wichtigste – zu kaufen! Und das zu unglaublichen Preisen. Beispielsweise ist ein durchaus gelungener Backrest
(indianischer Stuhl) für satte 2500,- $ zu erstehen. Unter uns gesagt–jeder einigermaßen begabte Hobbyist fertigt so ein Stück an zwei Wochenenden. Weiterhin gibt es einen großen Museumsshop voll billigen Tands. Das Schlimmste allerdings kommt noch. Bereits voller negativer Vorahnung fahren wir nun zur Indian City. Das erste, was wir zu Gesicht bekommen, sind ein paar
Bisons, die dort gehalten werden. An das Gehege schließt sich ein Hügel an, auf dessen Kuppe man in einen großen Konsumtempel eintreten kann. Unglaublich viel schlechter Kitsch ist dort zu erwerben und eine Ausstellung, an deren Einzelheiten wir uns aber schon jetzt nicht mehr genau erinnern können, wird ebenfalls geboten. Für eine Extralöhnung kann man dann auch die eigentliche Indian City bestaunen, mit Führer versteht sich. Hierbei werden verschiedene Kulturformen präsentiert (Tipi,
Hogan, Lodge....). Aufgrund unserer bisherigen einfach völlig enttäuschenden Eindrücke von Anadarko, die für einen Tag wirklich genügen, schenken wir uns eine Fortsetzung und verlassen den Ort. Auch die Hall of Fame, in der die einzelnen Indianleader präsentiert werden, sehen wir uns nicht mehr an, genug ist genug. |