| Lawton/Fort Sill/Geronimos GraveÜber Hwy 8, 19, 62 uns 281 gelangen wir nach einer Fahrt durch schöne Landschaften nach Lawton. Dort sehen wir uns das sehr empfehlenswerte Museum of the Great Plains an. Hier findet man neben herausragender moderner indianischer Kunst (wir bedauern sehr, dass es von den Exponaten keine Repros zu erstehen
gibt und die Originale sind einfach sün dhaft teuer.....), einige sehr schöne traditionelle Artefakte, ein Ledertipi, Mammutknochen, Trapper- und Farmerutensilien und nicht zuletzt eine schöne Fotoausstellung. In den Außenanlagen ist ein Fortkomplex aufgebaut und zu Roberts Entzücken eine
riesige originale Dampflok zu bestaunen. Außerdem wird der Park, der sich rund um das Museum erstreckt, von Unmengen von Präriehunden, die leidlich zahm und sehr possierlich sind, bevölkert. Weiter fahren wir nun durch die unglaubliche Nachmittagshitze auf I 62 West auf dem "Quanah Parker Highway" bis Snyder und übernachten dort etwas nördlich im Great
Plains State Park am Tom Steed Lake. Das ist ehemaliges Komantschenland, die Landschaft gestaltet sich leicht hügelig; Felsbrocken, rot und rundlich, gut ausgebildete Vegetation, natürlich aber auch der herrliche See bezaubern uns. Für schlappe 13 $ übernachten wir hier unmittelbar am See. Das Bad schenken wir uns angesichts der zahlreichen Fischkadaver, die wir bei näherer Betrachtung des Strandes dort finden. Große tote Fische, offensichtlich von den Anglern nach dem Fischen dort einfach
hingeschmissen, ekeln uns an. Trotzdem – wir unternehmen noch einen sehr schönen Spaziergang und sind übereinstimmend der Ansicht, künftig mehr Augenmerk auf die Stateparks zu richten. Am nächsten Morgen starten wir gegen 9.00 Uhr und fahren wieder zurück nach Lawton. Grund hierfür ist, dass wir im State Park interessantes Informationsmaterial
erhalten haben und entdeckt haben, dass sich in Lawton, also entsprechend in Fort Sill, Geronimos Grave befindet (das von Quanah Parker übrigens auch, nur auf einem a nderen Friedhof). Wir fahren nördlich über den Hwy 19 an und besichtigen das Fortmuseum. Es handelt sich dabei um eine gute kleine und
kompakte Ausstellung über die Historie des Forts, das übrigens noch immer in vollem Umfang militärisch genutzt wird (Artillerieschule der US-Armee). Schwerpunkt der Ausstellung ist die Thematik "Buffalo Soldiers". Nach einer Fahrt durch die sehr weitläufigen Fortanlagen erreichen wir den abseits gelegenen Apachenfriedhof. Hier befinden sich einige beschriftete Grabstätten, einige Beisetzungen erfolgten sogar noch in den letzten Jahren. Die
meisten Beerdigungen fanden jedoch um 1900 statt. Ganze Familien liegen hier unter der Erde. Angeblich sollen hier auch Nana, Chochise und Victorio beerdigt sein, aber dazu gibt es verschiedene Aussagen, und die Gräber sind auch nicht auszumachen. Heilige Reliquien hängen in den alten Bäumen und längst nicht alle Grabstätten sind beschriftet. Gerade Geronimos Grab ist von mystischen Gegenständen umgeben, wir sehen Bänder, Tücher, Ketten, Greifenfedern, Bündel, einen Bogen, Dreamcatcher....
Von diesem Ort geht etwas nicht definierbares Mystisches aus, selbst der ausgesprochen rational denkende Rainer bestätigt diese Empfindung. Gegen Mittag verlassen wir Fort Sill und fahren weiter auf dem Hwy 62 gen Westen. |