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Black Hills; Mount Rushmore, Crazy Horse Monument, Custer State Park Am Morgen des 04.07.2000 fahren wir über Spearfisch auf Hwy 14A und Hwy 385 in die Black Hills. Hier ist es schön, saftiges Grün, Bäche, herrliche dichte Wälder. Es sieht fast wie in Deutschland aus,
das vor allem aber dehalb, weil hier alles vollkommen zivilisiert und zersiedelt erscheint, ein nettes Häuschen der besseren Gesellschaft grenzt an das andere, Wege, Straßen, Wege, Straßen, Campgrounds, diverse Touristenanziehungspunkte und viel Reklame ziehen die Blicke auf sich.  Mit wenig Fantasie kann man sich zwar vorstellen, welche bedeutsame Rolle dieses mit üppiger Vegetation, herrlichen Gewässern und gigantischen Bergmassiven ausgestattete Gebirge für die Indianer der Plains, die in den grasigen Weiten im kontinetalen Klima den Großteil des Jahres verbrachten, darstellen musste, allerdings ist davon nichts übrig geblieben. Die Infrastruktur ist absolut verdichtet, touristisch alles erschlossen
und vermarktet. Mount Rushmore NM, unser erster größerer Anlaufpunkt, überrascht uns. Das Monument, mit dessen Bau unter Leitung von Gutzon Borglum und später seines Sohnes 1925 begonnen und das erst 1941 beendet wurde, sieht gar nicht so unpassend aus, wie wir es uns vorgestellt hatten. Das kolossale Werk wurde zum
Gedenken an die Gründung, Erhaltung und territoriale Ausdehnung der Vereinigten Staaten ganz im Geiste der Gigantomanie geschaffen. 8 $ Eintritt müssen wir zahlen, dann laufen wir die reich beflaggte Promenade hoch. Da ist vielleicht was los, na es ist ja auch Independence Day. Der Bär tobt, die meisten der Amerikaner feiern ihren Nationalfeiertag sichtlich begeistert. Ausstaffiert mit Fähnchen, Amerika-T-Shirts und
anderen Utensilien stehen und laufen sie vergnügt zu den Klängen diverser Lifebands herum (Country, versteht sich, so wie ”This land is my land….”). Es herrscht wirklich eine tolle Stimmung. Wir fahren nun zum nicht weit entfernten Crazy Horse Monument mit Zwischenstop in Keystone. Hier wollen wir eigentlich den historischen Zug sehen, das klappt aber
aufgrund der seltenen Fahrzeiten nicht. So bummeln wir dafür eben gemütlich in dem Touristenort herum. Das Crazy Horse Monument, mit dessen Bau durch Korczak Ziolkowski 1908 begonnen wurde und dessen Fertigstellung sicher noch geraume Zeit in
Anspruch nehmen dürfte, beeindruckt ebenfalls aufgrund seiner gigantischen Ausmaße sofort. Die indianischen Förderer wurden bei der Planung von der Idee beseelt, den weißen Mann wissen zu lassen, dass es auch große indianische Helden gab. Das Monument, das schon so weit in der Fertigstellung fortgeschritten ist, dass sich das künftige Erscheinungsbild erahnen lässt, sieht sehr
beeindruckend aus, man sollte es sich auf keinen Fall entgehen lassen, hier vorbeizuschauen. Der Eintritt kostet für unser Fahrzeug 18 $, diese Investition aber lohnt sich aber in jeder Hinsicht. Auf jeden Fall verdient dieser Ort es (verglichen mit Anadarko in Oklahoma), als wirkliche ”Indian City” bezeichnet zu werden. Das Visitor Center und
das Museum mit den anschließenden Räumen, wo die einzelnen indianischen Nationalitäten sich sehr gut präsentiern und über die Historie des Monuments berichtet wird, und nicht zuletzt ein endlich mal wirklich guter Giftshop nehmen sehr viel Zeit in Anspruch. Besonders faszinierend aber ist die Grundvision dieses ergeizigen Vorhabens, hier
eine indianische Stadt mit entsprechender Infrastruktur als indianisches Kultur- und Bildungszentrum mit University, Medical Training Center, Avenue of the Chiefs usw. zu schaffen. Robert ist am Ende seines Durchhaltevermögens, ich kehre mit ihm ins RV zurück und koche für alle. Die anderen fahren noch mit Shuttlebussen bis weit hinauf zum
Monument und kommen begeistert zurück. Sogar Schneeziegen waren zu sehen, so berichten sie. Mit viel Glück mieten wir uns auf dem Campground in Custer für
stolze 34 $ ohne allen Komfort ein. Dann fahren wir noch über Hwy 16A zum Custer State Park und dort die Wildlife Loope ab. Wir sehen im anbrechenden Abend zahlreiche Rehe, Antilopen, Hirsche. Aber wo sind die heiß ersehnten Büffel? Aber dann endlich klappt es. Kurz vor Einbruch der Dunkelheit fahren wir durch eine kleine Herde (damals halten wir sie noch für groß, aber das war eben noch vor unserem Besuch im Yellowstone NP). Robert schläft
endlich auch ein und dann gehts zurück zum Campground. 21.00 Uhr sind wir dann da und erleben noch ein gigantisches Feuerwerk anlässlich des Unabhängigkeitstages – hier hat eben wirklich alles einfach etwas größere Dimensionen...... |