| Red Clouds Grave, Pine Ridge Reservation, Wounded Knee, Am 05.07.2000 fahren wir in aller Frühe auf Hwy 40 und dann auf üblen Schotterpistenin Richtung Pine Ridge Reservation in die Sioux-Schule Red Cloud, die in unmittelbarer Nähe zum Grab des des legendären Häuptlings errichtet wurde. Das ist eine Missionsschule mit einem historischen Museumsteil und einer sehr gelungen Ausstellung junger indianischer Künstler, betreut von Missionaren. Ein älterer niederländischer Missionar, selbst eine Art Reliquie aus längst vergangener Zeit, nimmt dabei ein wenig Kontakt mit uns auf. Wir bewundern die Exponate, insbesondere die moderne Kunst, die man hier auch als Originale und teils als Repros erwerben kann. Danach besuchen wir Red Clouds Grave, einen stillen
besinnlichen Ort, inmitten spartanischer Gräber auf einem vereinsamter Friedhof. Ein sonderbarer Wächter, eine Elster, bewegt sich trotz unserer Anwesenheit nicht weit weg von Red Clouds Grab und beobachtet uns aufmerksam. Wir setzen unsere Fahrt fort, weiter durch die Pine Ridge Reservation. Es sieht dort
landschaftlich gar nicht so fade aus, wie wir erwartet haben, aber der Lebensstandart ist ganz offensichtlich auf niedrigstem Niveau und das erste, was uns auffällt, sind die völlig zerschossenen Straßenschilder. Hier scheint des öfteren der Bär zu toben. Wir besuchen nun Wounded Knee, den traurigen legendären Platz, an dem das große
Massaker nach Niederschlagung der Dakotanation an der indianischen Z ivilbevölkerung verübt wurde. Der Ort sieht wie erwartet aus. Von der legendären Kirche sind nur noch Reste zu sehen, ein Massengrab befindet sich im Zentrum des Friedhofes, rings herum situiert sind Gräber
in recht erbärmlichen Zustand. Das ist alles andere als ein Ort, an dem Touristen erwünscht zu sein scheinen, zumindest aber die Indianer versuchen in einem Rundbau die Historie zu dokumentieren, die erwartete Kontaktaufnahme misslingt aber. Die Überreste einer ehemalig vorhandenen kleinen braunen Kirche, des eigentlichen Zentrums des Massakers, sind nicht
genau auszumachen. Bedrückt verlassen wir diesen Ort und setzen die Fahrt in Richtung Norden fort. |