Salt Lake City und
Antelope Island State Park

 

Am 01.07.2001 steuern wir von Moab kommend über Hwy 191 North bis zur I 70 West, dann wieder Richtung Norden auf Hwy 6 (hier wird es grüner und abwechslungsreicher) SLC an, den Ort, an dem 1847 Brigham Young, der Führer der aus dem Osten vertriebenen Mormonen, nach dem unglaublich strapaziösen Marsch der 80.000 Menschen feststelle, “This is the Place”.Temple Square

Wir parken in der Nähe des leicht zu findenden Temple Squares.

Zuerst gehen wir ins Visitor Information Center. Hier überrascht uns die Profanität der Glaubensverbreitung. Besonders auffällig sind die Werbespots (z.B. “Oma kommt in den Himmel”, “Meine Familie und ich”, “Mein nutzloses Dasein, bevor ich Mormone wurde”) und die übernatürlich große Jesusfigur im oberen Bereich des Visitor Centers, im Himmel quasi. Viele festlich und auch normal züchtig gekleidete Gläubige begegnen uns, überall warten Schwestern darauf, eventuelle Fragen aufzugreifen.

Rainer betreibt an einem der zur Verfügung stehenden PC`s Ahnenforschung und findet Wurzeln bis 1420. Seiner Einschätzung nach war dies nur ein kurzer Einblick, allerdings recht interessant. Um wirklich mehr zu erfahren, müsste man die Family History Libery bzw. das Family Search Center aufsuchen und auch mehr Zeit investieren.

Gegen 15.00 Uhr verlassen wir den Komplex mir seiner sonderbar anmutenden Architektur

Im unmittelbaren Umfeld des Tempelbereiches fallen viele Bettler auf, sonst ist es für amerikanische Verhältnisse ungewöhnlich sauber und ordentlich.

Wir fahren schließlich auf den nahegelegenen VIP-Campground und mieten uns hier für 26 $ ein. Es ist sowohl zu heiß, wie auch zu abgelegen, um noch etwas zu unternehmen. Wir legen uns deshalb hin und schlafen bis abends.

Am nächsten Morgen schlafen wir lange aus, baden ausgiebig im Pool und fahren mittags auf der I 15 North zum Antilope Island SP. Dort kommen wir gegen 13.00 Uhr an.

Unterwegs fällt uns auf, wie gepflegt und sauber es in und um SLC aussieht. Fast wie daheim, man glaubt es kaum, aber Mormonen sind doch ein anderer Schlag als die “normalen” Amerikaner. antelope island

Es wird wieder sehr heiß. Für 7 $ Eintritt dürfen wir zum Antilope Island SP auf dem aufgeschütteten Damm durch den stinkenden Salt Lake fahren (ja wirklich, er riecht sehr sehr merkwürdig). Dort angekommen baden wir erst einmal in der Brühe und zwar aus Prinzip, ich will nämlich gerne mal in “richtigem Salzwasser” liegen und sehen, ob man dabei wirklich ohne Schwimmbewegung treiben kann. Das klappt auch tatsächlich fast, hin und wieder muss man eben doch ein wenig gegensteuern. In dem Wasser, das in der Tat unglaublich salzig ist, gibt es gar kein sichtbares Leben (außer sonderbaren algenartiger Wasserpflanzen), aber dafür am Rand. Millionen schwarzer kleiner Fliegen, die bei jeder Störung in Schwärmen aufsteigen. Diese Insekten schmälern den Badegenuss in dem merkwürdig riechenden Gewässer zusätzlich ungemein.

Wir fahren weiter zu den diversen Viewpoints und zum Visitor Center und schließlich führt uns unsere Sightseeing Tour zur verlassenen Mormonenranch, der Fielding Garr Ranch am anderen Ende der Insel (Alte Gemäuer, teils mit Einrichtung, Kellergebäude, Lagerhäuser, Ställe, Süßwasserquellen, eingewachsener Baumbestand, es ist schön hier).

Unterwegs sehen wir 7 der ca. 600 Büffel, die hier leben.

Gegen 17.30 Uhr fahren wir schließlich wieder weiter. Zusammenfassend stellen wir fest, dass es zwar ganz informativ in SLC war, aber dass es nun wirklich Aufregenderes im herrlichen Utah zu sehen gibt.

 

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